Ludwigs Abenteuer – Folge 178 – Teil 2
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Der nächste Tag war vormittags sehr verregnet. Deshalb haben wir es langsam angehen lassen und sind erst nach Mittag in Richtung Basel aufgebrochen. Unser Ziel war der Novartis Campus, wo sich die wichtigste Forschungsstelle des Pharma-Konzerns befindet. Das Gelände ist öffentlich zugänglich – also kann man sich ja mal dort umschauen. Es gibt dort auch einen kleinen Park mit einem Ausstellungspavillon, in dem die Ausstellung Wonder of Medicine gezeigt wird. Keine Frage, dass wir uns die auch angeschaut haben. Man hat einen guten Einblick bekommen können, wie aufwändig die Herstellung von Medikamenten ist.
Übrigens wurde LSD an diesem Standort entwickelt. Pröbchen gab es aber nicht.
Nach einem Stück Rüblitorte haben wir noch einen Spaziergang am Rhein entlang gemacht und waren kurz in Frankreich.









Es stand am nächsten Morgen der übliche Markteinkauf am Samstag auf dem Programm. Anschließend sind wir in Richtung Elsass aufgebrochen. Wir wollten in das Petit Camargue Alsacienne, einem Naturschutzgebiet, das im ursprünglichen Lauf des Rheins liegt. Es gibt dort Moore, Sümpfe, Trockenwiesen und Auenwälder. Von Beobachtungsposten aus kann man die Tiere beobachten. Wir haben zum Beispiel Hochland-Rinder gesehen, die durch das sumpfige Gebiet gelaufen sind.
Wir konnten uns noch eine Ausstellung anschauen, es gab Eis und einen Aufkleber für mein Tagebuch habe ich auch noch bekommen.










An den folgenden vier Tagen gab es keine Ausflüge. Erst war das Wetter zu verregnet, dann musste der Gastgeber-Mensch wieder arbeiten gehen. Aber wir haben uns die Zeit trotzdem gut vertrieben.
Wir haben unter anderem den Brauch von Ottokars Familie, Kleinostern, übernommen und haben eine Woche nach Ostern nochmal mit Eiern und Süßigkeiten vom Osterhasen gefeiert. Gemalt wurde auch ein bisschen und zwischendurch bot sich wenigstens mal die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang.
Auf der Arbeit vom Menschen gab es viel zu tun und die Tage waren stressig. Wenigstens hat die Verpflegung vom Metzger gestimmt.
Nach den stressigen Arbeitstagen stand dann aber zum Glück ein langes Wochenende bevor.






Den ersten freien Arbeitstag nutzte der Mensch, um einige Dinge zu erledigen. Danach sind wir zur Stadtbibliothek gegangen und haben unter anderem Comics ausgeliehen.
Nach einem schnellen Mittagessen (die Würstchen waren wirklich schnell weg) haben wir einen Spaziergang durch den Wald zu den Mammuthausener Schafen gemacht.
Nachmittags gab es Rhabarberkuchen.






Für den letzten Tag in Mammuthausen hatten wir nochmal eine echte Abenteuertour abseits von markierten Wegen geplant. Ein Kompass war für diesen Tag daher Pflicht.
Wir sind morgens nach Eptingen gefahren und dort losgelaufen. Schon nach kurzer Zeit haben wir den Wanderweg verlassen und sind zu einem Aussichtspunkt gewandert. Wir sind dann weiter – zuerst zu einer namenlosen Burgruine und danach zur Burgruine Witwald. Weiter ging es nach Dietisberg und anschließend wurde es wirklich abenteuerlich. Wir mussten an einem Wasserfall vorbeiklettern und dann entlang von bizarren Felsen wieder hinauf auf einen Berg. Von dort ging ein alter, aber sehr steiler Militärpfad wieder hinab. Das rostige Geländer im Fels zum Festhalten war tatsächlich stabiler als es aussah.
Nach einer kurzen Pause sind wir nach Diegten gegangen und von dort mit dem Bus zum nächsten Bahnhof und wieder nach Mammuthausen zurück.
Zur Belohnung für das anstrengende Abenteuer gab es Kuchen und abends haben wir dann noch ein bisschen gemalt.












Dann war Samstag und der Tag meiner Weiterreise zu den nächsten Gastgebern, den Swiss Piper Bears. Für die persönliche Übergabe hatten wir uns Riehen ausgesucht. Zuerst konnten wir aber noch entspannt die Einkäufe auf dem Markt erledigen, mein Reisetagebuch füllen, nochmal schnell auf den Berg mit der alten Eiche spazieren und dann die große Verabschiedung zelebrieren.
Anschließend haben wir uns nach Riehen aufgemacht und die Bears getroffen. Nach ein paar kleinen Kuchen, die wir im Sarasin-Park verdrückt haben, sind wir zur Fondation Beyeler, um uns dort eine Cézanne-Ausstellung anzuschauen. Zur Vorbereitung hatten wir selbst einige kleine Bilder im Stil von Cézanne gemalt.
Nach dem Besuch der Ausstellung waren wir alle hungrig und sind zum Essen nach Basel ins Restaurant Schnabel gefahren. Dort haben wir unter anderem „Falschi Schägge“, also falsche Schnecken, gegessen. Statt Schnecken war Rindfleisch im Essen – zum Glück!
Danach haben wir die offizielle Gastgeber-Übergabe vollzogen und uns für die Rückreise verabredet, die wieder über Mammuthausen laufen wird.

















Vielen Dank für den schönen Aufenthalt und den Transit in die Schweiz! Bis bald…
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