Ludwigs Abenteuer – Folge 131

Ludwigs Abenteuer – Folge 131

Die Anreise von Malta aus zu den Mammuts nach Lörrach bzw. Mammuthausen, bei denen ich ja mittlerweile schon einige Male zu Gast sein durfte, ging schneller als in meiner Tourplanung vorgesehen. Grund dafür war, dass ich von Malta nach Deutschland nicht im Bauch eines Cargo-Fliegers transportiert wurde, sondern als Gast einer Reisenden im Passagierflieger mitreisen durfte. Diese spontane Umplanung hat die Reisezeit erheblich verkürzt.
Bei der Begrüßung im Hause Mammut war ich ein klein bisschen überrascht, denn die Mammutherde hatte sich um ein weiteres Mitglied vergrößert, und so ragten nach der Öffnung gleich drei behaarte Rüssel in mein Reisekistchen hinein. Mini-Mammut, neuestes Mitglied der Herde, war auch erst zwei Tage vor mir in Mammuthausen angekommen, um sich der kleinen Herde anzuschließen. Es war ganz gespannt auf mich, denn die anderen beiden Mammuts hatten schon einiges über mich erzählt.

Von meinen vergangenen Besuchen bei den Mammuts wisst ihr ja schon, dass immer reichlich Abenteuertouren und Ausflüge gemacht werden. Die Abenteuertouren dieses Aufenthalts in Mammuthausen packe ich diesmal in einen eigenen Beitrag, den ihr über den Link am Ende erreichen könnt.

Der Mensch der Mammuts hatte ja eigentlich noch gar nicht mit mir gerechnet, und deshalb hatte er auch noch keinen Urlaub. Eine Woche lang musste er als deshalb noch zur Arbeit. Die Gelegenheit für mich, mich dort nützlich zu machen, denn die Aufgaben an seinem Arbeitsplatz waren mir ja schon gut bekannt. Außerdem wusste ich ja auch, dass es in den Mittagspausen immer Leckereien vom Metzger gibt – ein Grund mehr, den Mammutmenschen zur Arbeit zu begleiten.

Und an den verbleibenden sechs Arbeitstagen bis zum Urlaub gab es dann auch reichlich zu tun. Gleich am ersten der sechs Arbeitstage musste eine sogenannte Erstmusterprüfung gemacht werden. Werkteile musste also genau vermessen werden und die Ergebnisse mit den Angaben in den Zeichnungen abgeglichen und dokumentiert werden. Meine Aufgaben waren unter anderem das Starten der Messmaschine und die Prüfung eines Gewindes mit einem Gewindelehrdorn.
In der Mittagspause wurde ich mit Fleischkäsebrötchen und Eis belohnt. Nach der Arbeit gab es – wie eigentlich immer am Nachmittag in Mammuthausen – noch ein leckeres Stück Kuchen.

Am zweiten Arbeitstag stand die Prüfung von Lieferungen einiger Lieferanten im Mittelpunkt. Zum Beispiel musste ich ein galvanisch verzinktes Bauteil prüfen. Dabei habe ich zum Beispiel besonders auf den Härteverlauf des partiell gehärteten Bauteils geachtet und mir dessen „Zeugnis“ des Herstellers genau angeschaut.
Nach der Arbeit wurden wir von Mini-Mammut mit Tee und Keksen versorgt.

Der dritte Arbeitstag war ziemlich stressig. Der Mensch der Mammuts hatte kaum Zeit, während der Arbeit mal ein Foto zu machen. Erst als ich am Nachmittag die Messmaschine abgeschaltet habe, hat er dazu eine Gelegenheit gehabt. Wir waren froh, als wir an dem Tag die Arbeit beenden konnten.

Auch Mammut begleitet seinen Menschen Gelegentlich zur Arbeit. Und am vierten Arbeitstag konnten wir seine Hilfe gut gebrauchen. Ein neues Messgerät war nämlich geliefert worden, und das musste natürlich ausgiebig getestet werden. Mit diesem Fühlhebelmessgerät kann man den Rundlauf von Teilen messen. Wie jedes andere Messgerät auch mussten wir es in eine Liste eintragen, da alle Messgeräte einer Überwachung unterliegen. Bei der Gelegenheit war uns aufgefallen, dass bei einigen Messgeräten die Prüfplaketten abgefallen waren – also haben wir neue aufgeklebt. Für den Fall, dass ich bei anderer Gelegenheit mal etwas prüfen muss, hat mir der Mensch von Mammut ein paar dieser Plaketten mitgegeben.
Mittags gab es wieder eins der leckeren Fleischkäsebrötchen mit anschließendem Eis und nachmittags haben wir dann noch eine Fahrkarte für eine Bahnfahrt nach Essen am kommenden Wochenende besorgt.

Den fünften Arbeitstag haben wir ein wenig verkürzt. Morgens haben wir getrödelt und nachmittags konnten wir frühen gehen, da es wegen der Hitze – es waren an diesem Tag 37 Grad in Mammuthausen – Probleme in der Fertigung gab. Die verkürzte Arbeitszeit haben wir zur Prüfung eines Prüfzeugnisses von Stahl genutzt und mit der Messmaschine ein Teil nachgemessen. Fehler konnten wir dabei keine finden.

Dann war er endlich da: der letzte (halbe) Arbeitstag vor dem Urlaub des Menschen. Der ging schnell vorüber und am Mittag war dann Urlaubsbeginn. Zur Feier des Tages sind wir essen gegangen, haben uns ein Eis geholt und nachmittags auch noch Kuchen gefuttert. Um in den kommenden Tagen mobil zu sein haben wir zwischendurch noch eins dieser berühmten 9-Euro-Tickets gekauft.

Zwischen den vielen Ausflügen, die wir unternommen haben, und von denen ich gleich berichten werde, haben wir auch immer mal wieder Ruhetage eingelegt. Anders geht das auch nicht, denn die Ausflüge waren zum Teil wirklich anstrengend und fordernd. Aber Ruhetag bedeutet bei den Mammuts nie, dass man überhaupt nichts tut. Auch an Ruhetagen gibt es reichlich Aktivitäten unterschiedlichster Art.

Der Mensch der Mammuts ist ein echter Künstler. Er zeichnet und malt sehr viel und ganz besonders schön. Da ist es mir schon etwas schwerer gefallen, dabei zu helfen. Mein künstlerisches Geschick ist noch ausbaufähig. Zu den geschaffenen Kunstwerken gehört während meiner Besuche schon fast traditionell mindestens eine Postkarte mit Motiven unserer gemeinsamen Abenteuer, die dann zu mir nach Hause geschickt wird.

Zu den Lieblingsmotiven von Mammuts Menschen zählen aber eindeutig Mammuts, Vögel und Schmetterlinge. Die Zeichnungen sind so gut, dass er sogar einige davon verkauft.

An den Pausentagen wurde auch viel gelesen, gelegentlich ein bisschen Fernsehen geschaut oder aber auch zurückliegende Touren „nachbereitet“. Zu diesen Nachbereitungen gehörte zum Beispiel das transportsichere Verpacken von Fundstücken als Reisesouvenir für mein Gepäck.

In Mammuthausen kann man auch sehr schön spazieren gehen. Um an Pausentagen nicht ganz regungslos den Tag zu verbringen, war das eine der häufigen Beschäftigungen. Und bei schönem Sommerwetter war das auch immer eine gute Gelegenheit, um ein Eis zu besorgen und zu genießen.

So, jetzt wird es aber langsam Zeit, von den vielen Touren und Abenteuern zu berichten, die wir außerhalb von Mammuthausen gemacht und erlebt haben. Schaut dazu bitte in den eigenen Beitrag dazu: hier entlang ==> LINK

Nach fast sechs Wochen In Mammuthausen ging dann aber auch dieser Besuch meiner Reisen zu Ende. Nach einem letzten Stück Kuchen gab es noch einen intensiven Abschied und dann war es Zeit, um das Reisekistchen zu besteigen und den Weg in Richtung neuer Abenteuer anzutreten.

In bin froh, dass dies nicht mein letzter Besuch bei den Mammuts war. Es gibt bereits Pläne für ein Wiedersehen, das in meinem Tourplan auch fest vermerkt ist. Ich freue mich schon darauf.


Da im Reisebericht nicht immer alle Bilder untergebracht werden können, könnt ihr alle Bilder dieses Abenteuers hier bestaunen:


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Auf meiner Abenteuerkarte könnt ihr euch auch übersichtlich anschauen, wo mich meine Reise bisher hingeführt hat und welche weiteren Zielorte bereits geplant sind.

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Neueste Kommentare
  1. Lieber Ludwig, es macht unheimlich Spaß deine Reiseberichte zu lesen. Du kommst immer so viel rum und erlebst tolle Abenteuer.

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